Aramis Galindo und sein
13köpfiges Orchester präsentieren nicht irgendeinen kubanischen
Son … er ist modern, nicht zu bremsen, smoothy und elegant
… die Augen auf die musikalische Historie Kubas gerichtet
… jedoch mit einer solchen Energie … und solchem »Candela«
(Feuer) … dass es nicht möglich ist, lange sitzen zu bleiben
…
Obwohl Aramis Galindo sich von jeher zum Sänger berufen
fühlte, startete er seine Karriere als Baseballprofi und
wechselte dann ins Musikerleben. Nachdem Aramis Galindo
5 Jahre mit dem überaus erfolgreichem Orchester Adalbert
Alvarez y su Son als Leadsänger gearbeitet hat … ins Team
Cuba berufen wurde (Zusammenstellung der besten Musiker
Kubas für eine Europatournee), gründete er Ende 2000 sein
eigenes 13köpfiges Orchester und präsentiert in seinem Debut-Album
fast auschließlich Kompositionen von sich und seinen Musikern.
In Havanna ist Aramis Galindo trotz der kurzen Existenz
seines Orchesters, längst kein Geheimtipp mehr und Mitstreiter
in der Riege der Top-Orchester um die Gunst des äußerst
anspruchsvollen kubanischen Publikums. Das Album wurde in
Havanna aufgenommen und die Chefin von Cuba Chévere Musikproduktionen,
Icelys Bauditz Roche zeichnet persönlich für die musikalische
Produktion verantwortlich. Ein überaus eigener Stil, mit
der Basis im kubanischen Son, Einflüssen der Rumba, (den
musikalischen Wurzeln seiner Geburtsstadt Matanzas) und
der zeitgenössischen Popularmusik der Timba, geprägt durch
seine spezielle Energie und Kraft, in einer sehr eigenen
und eleganten Weise vorgetragenen Gesang.
Wir sind sicher Aramis Galindo wird seine Karriere die mit
Adalberto Alvarez y su Son begann und seine Stimme weltweit
bekannt machte, auch mit seinem eigenen Orchester erfolgreich
fortführen und die Herzen der Freunde der lateinamerikanischen
Musik weiterhin höher schlagen lassen. Eine geplante Europatournee
im Jahre 2002 wird sein Talent erneut unter Beweis stellen.
Selten bietet sich uns die Möglichkeit, eine derart multikulturell
geprägte Stimme zu hören; das Leid der Schwarzen vermischt
sich mit dem Leid des Flamenco, um uns mit den Rhythmen
kubanischen Wohlbehagens zu ergötzen.
Auf dieser CD, die authentischste kubanische Überschwenglichkeit
beinhaltet, ist Aramis Galindo ("¡que canta muy lindo!")
überaus präsent. Als er Musiker bei anderen berühmten Bands
war, hatte ich bei vielen Gelegenheiten die Ehre, mit Aramis
zusammenzuarbeiten. Jetzt, da er in Eigenregie arbeitet
und dies, wie eingangs gesagt, auf dieser CD unter Beweis
stellt, können wir sagen, dass er ein wirklich großartiger
Sänger ist.
José Luis Cortés »El Tosco«